Tilda Ann-Blog

Finale Furioso

Welle Rügen

Die Rückreise steht auf dem Programm, und im Gegensatz zur Anreise wollen wir diese in längeren Schlägen und einigen Pausen absolvieren, je nachdem, wie das Wetter so mitspielt…

22.08.2017

Heute geht es weiter mit einem langen Schlag von Glowe nach Swinemünde. Der Wind kommt von achtern, mit Fock und Groß laufen wir raumschots eine sehr gute Geschwindigkeit. Leider ist die Logge defekt, das GPS zeigt einen konstanten Speed von 6-7 kn an, auf einer Welle surfen wir gar mit fast 8 kn dahin!

Vor dem Königsstuhl werden wir noch von einem Marineschnellboot ziemlich nah überholt, der Dampfer hatte als Heimathafen Bahrein aufgemalt, ob der sich wohl verfahren hat?

Marine
Marine

Während der Rest der Crew mit leichter Seekrankheit zu kämpfen hat (der Käptn, Nautiker, Mechaniker und Smut musste auf Anweisung der Mannschaft Nudelsuppe kochen, danach war ihm übel), verlangt Annika nach Nachschlag und fühlt sich unter Deck pudelwohl.

Später geht Mathilda unter vollem Körpereinsatz Ruder, während der Multifunktionsmitarbeiter mal wieder Brote schmiert, navigiert und den Radiosender neu einstellt…

Rudergängerin
Rudergängerin

Im Abendlicht laufen wir dann in Swinemünde ein, offensichtlich wird unsere Einfahrt vom Strand in Misdroy aus beobachtet, denn unsere Berliner Nachbarn sind dort in der Ferienwohnung und wollen uns morgen treffen.

23.08.2017

Während die Kiwi-Crew schon früher ablegt, treffen wir uns an Bord mit Piotr, Doro, Emilia und Julius aus Berlin. Die Freunde bleiben bis mittags, dann legen wir nach Auftanken ab, um Richtung Stettin zu segeln. Mit ausgebaumter Genua und Groß können wir bis zur Tonne 30 segeln, danach schläft der Wind ein und wir werfen den Motor an, damit wir noch im Hellen ankommen.

Um 20.00 Uhr sind wir in Stettin und bekommen einen der letzten Plätze im AZS. Mast legen wird für den nächsten Tag um 11.00 Uhr verabredet.

24.08.2017

Pünktlich zu 11.00 sind wir am Kran, und um 12.30 geht es unter Motor Richtung Berlin. Diego von der Kiwi kommt ein Stück mit bis Garz, dann wird er wieder auf das Boot seiner Eltern umsteigen. Die Kinder verwandeln den Salon in eine Höhle. Nach Eis essen in Garz und einem kurzen Sprung ins Wasser fahren wir noch bis Stützkow zu einem einfachen Anleger, kurz bevor es dunkel wird.

Kanalfahrt
Kanalfahrt

25.08.2017

Um 07.30 geht es wieder weiter, wir kommen zügig durch die Schleusen und das Schiffshebewerk. Um 20.00 sind wir in der SVH. Die Kiwi-Crew hat leider Pech und bleibt in der Schleuse Lehnitz hängen, so dass sie erst um 22.30 ankommen.

Fazit

Das Wetter war überwiegend gut, trotz des kühlen und regnerischen Sommers in Berlin. Wir hatten drei wetterbedingte Hafentage eingelegt. Das Segeln war schön, aber auch zum Teil anstrengend. Die Mischung aus Segeltagen und Sightseeing bzw. andere Aktivitäten war wohl richtig bemessen. Aus technischer und navigatorischer Sicht gab es keine Schwierigkeiten, die Logge hat jedoch leider nicht richtig funktioniert, so dass das GPS als Ersatz herhalten musste. Dieses Jahr wurde erstmals der DWD Wetterbericht aufs Smartphone gesendet, dies hat an der Küste sehr gut funktioniert.

Angekommen
Angekommen