Am 19. März 2016 trafen sich um 9.00 Uhr acht segelbegeisterte SVHler und zwei Gäste auf dem Vereinsgelände. Der Wetterbericht für den Tag sagte voraus, dass der Wind erst gegen Mittag einsetzen wird, was bedeutete, dass man später starten würde. Für 11.00 Uhr war der Start vorgesehen und tatsächlich war auch der Westwind zwei bis drei Beaufort, in Böen auch mal eine Vier, eingetreten. Drei Schiffe aus dem Verein machten sich startklar.
Wir kamen überein, dass wir, statt der Wettfahrt, eine „Ausfahrt“ machen würden, die bis zu den Fahrwassertonnen 17 / 18 gehen soll und backbord gerundet werden. Auf den Schiffen von Wolfgang Gundlach (plus zwei Gäste), Harald Jänike (plus zwei SVHler) und Hans-Wernher Stohmann (plus drei SVHler) waren es zehn Segler, die für das Jahr 2016 die Segelsaison schon einmal eröffneten.
Wir bahnten unseren Weg durch die Flotte einiger Jugendlicher, die mit ihren 420ern, begleitet von ihren Trainern in den Motorbooten, auch aufs Wasser drängten. Dabei zeigte sich, dass wir am Anfang der Saison stehen. Das Aufheißen der Segel war noch etwas ungeübt; das Revier mit seinen Untiefen, die man schon wieder vergessen hatte; dass die Segel richtig stehen – alles hatte so seine kleinen Tücken.
Wie wir dann draußen waren – die Segel gesetzt, die Maschine aus – kam wieder dieses herrliche Gefühl des Segelns. Der stete Westwind half uns dabei, dass es eine gemütliche Fahrt die Havel abwärts nach Süden wurde. Wir waren die einzigen Segelboote auf dieser Strecke. Wolfgang fuhr voraus, Harald und Hans-Wernher hinterher. An dieser Reihenfolge hat sich auch bis zum Zieleinlauf nichts geändert. Die Abstände zueinander waren manchmal etwas größer oder kleiner.
Einige Motorbootfahrer überprüften ihre Außenborder, ob sie noch ihre Leistung vom letzten Jahr hatten. Die Wasserschutzpolizei zeigte ihre Präsenz in dem sie einige der Boote kontrollierten. Uns Segler ließen sie unbehelligt, wir grüßten sie per Handzeichen.
Nach dem Wenden bzw. Halsen an den Tonnen 17 / 18 wurde es dann wirklich gemütlich. Die Wolken hatten sich verzogen. Bei leicht bewölktem Himmel und Sonne war es angenehm warm im Cockpit der Boote. Gegen 15.00 Uhr waren wir dann wieder im Hafen der SVH und stärkten uns nach dieser Ausfahrt mit Essen und Getränken in der kleinen Messe, dabei das übliche Seemansgarn, wie man hätte besser segeln können. Für alle, die dabei waren, war es ein sehr schöner erster Segeltag in der SVH der die Vorfreude auf die Saison 2016 weckt.
Josef Vilser
Sportwart